Berge an Plastikmüll, die wir durch unser Konsumverhalten verursachen

„Mama, wo ist der Plastikmüll?“

„Mama, wo ist der Plastikmüll?“
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„In der Zahnpasta, im Salat, im Fisch und in den Brüsten unserer Nachbarin.“

Warum ist der Plastikmüll dort überall drin?

Weil Plastik vielseitig ist. Es ist Teil unseres Lebens. Es isoliert unser Smartphone, es macht unsere Kugelschreiber und es bildet die Verpackung von Lebensmitteln. Da wir in einer Konsum- und Wegwerfgesellschaft leben, kaufen wir immer mehr Gegenstände, die zumeist aus Plastik bestehen.

Und was machen wir mit dem ganzen Plastik?

Plastikmüll: In der Zahnpasta dient Mikroplastik als Schleifmittel

In der Zahnpasta dient Mikroplastik als Schleifmittel

Wir schmieren es uns in Form von Mikroplastik auf die Zähne. In der Zahnpasta dient Mikroplastik als Schleifmittel. Allerdings machen das nicht alle Hersteller (hier eine qualitative Ausnahme aus Tirol), aber die Produkte der Drogerie enthalten sehr oft Mikroplastik. In der Hautcreme auch als Peeling, damit die Haut reiner wird. Die Platform Utopia hat mehrere Besipiele dazu veröffentlicht. Meistens verwenden wir gekaufte Produkte solange, bis sie kaputt sind: beispielsweise einen Kotflügel fürs Fahrrad oder ein Schneidebrett für die Küche. Dagegen ist nichts einzuwenden. Problematisch und irrsinnig sind die Berge an Plastikmüll, die wir mit Verpackung anhäufen: Plastikflaschen, Plastikbecher und Plastikfolien.

Wohin werfen wir das ganze Plastik?

Der größte Teil landet im Meer, auch Mikroplastik, weil es zu klein ist, um von den Kläranlagen gefiltert zu werden. Derzeit schwimmen laut neuesten Studien 150 Millionen Tonnen Plastik in unseren Ozeanen und es werden ständig mehr, weil Plastik nur langsam verrottet. Plastik ist nämlich extrem haltbar und benötigt bis zu 450 Jahre bis es sich ganz zersetzt. Bevor es verschwindet, zerfällt es in viele kleine Teile, die gefährlich sind.

Warum sind die Teile gefährlich?

Plastikmüll: Durch Fisch landen diese kleinen Plastikteile auf unseren Tellern

Durch Fisch landen diese kleinen Plastikteile auf unseren Tellern

Weil die Meeresbewohner, meist Fische und Kleinstlebewesen, diese Partikel für Nahrung halten. Diese Partikel enthalten, neben Weichmachern und Flammschutzmittel, Schadstoffe, die sie im Meer zusätzlich aufnehmen. Schlussendlich landen diese kleinen Plastikteile in der Nahrungskette des Menschen und auf unseren Tellern.

Hast du auch Weichmacher in deinen Brüsten?

Nein habe ich nicht. Bei mir ist alles natürlich. Aber wie du bei unserer Nachbarin siehst, kann man sich Plastik, dessen Grundstoff Erdöl ist, auch einpflanzen lassen. Jeder wie er mag. Weichmacher sind bei der Industrie beliebt, weil sie Kunststoffe dehnbar, geschmeidig und biegsam machen und gleichzeitig verhindern, dass sie spröde und brüchig werden. Allerdings können Weichmacher laut EU auch Krebs auslösen, das Erbgut verändern und Unfruchtbarkeit verursachen. Dieser Artikel der Weltzeitung erklärt es ausführlicher.

Kann man Plastikmüll vermeiden?

Kann man Plastikmüll vermeiden?

Tötet uns der Plastikmüll?

Das ist schwer zu sagen. Jedenfalls ist Plastik nicht gesund. Besser wäre, wenn wir auf Plastik verzichten und Produkte kaufen, die aus herkömmlichen Materialien bestehen: wie Glas, Holz, Keramik oder Baumwolle. Diese Produkte sind zwar teurer, werden aber meistens nicht von großen Konzernen, sondern von kleinen Firmen aus der Umgebung hergestellt. Ich kaufe unsere Lebensmittel nur mehr bei regionalen Bauern und beim Obsthändler um die Ecke. Da bekomme ich eine schöne Papierverpackung.