Foto 2/5 vom Ausbringen der Samenbomben auf Bienenwiese.

1.111 Blumen für die Bienen

1.111 Blumen für die Bienen
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Den Bienen ein Stück Lebensraum zurückgeben – das war die Idee der Aktion „1 Like = 1 Blume“, die Anfang März 2018 von 4betterdays auf Facebook gestartet wurde. So einfach wie der Titel, so einfach die Teilnahme. Für jedes Like versprach 4betterdays den Bienen eine Blume und damit neuen Lebensraum zu schenken.

Eine Aktion, die Blüten trägt und Bienen freut

Ziel der Aktion waren 1.000 neue Blumen – dieses wurde mit insgesamt 1.111 Likes nach 4 Wochen sogar übertroffen. Nun ging es darum die neue Bienenwiese zu pflanzen – aber wo? Ein Facebook-Aufruf brachte die Antwort und schon bald waren die Samenbomben, aus denen das Blumenmeer entstehen würde, auf dem Weg zu Astrid und ihrer Bienenwiese nach Reichraming.

 

Den Rest erzählt Astrid nun selbst:

Astrids Bienenwiese:

Warum wurde die Bienenwiese zu dem, was sie ist, nämlich einer blühenden Bienenwiese mit Tiertoleranz in jeglicher Form? Bienen, Dachs, Hummeln, Fuchs, Marder, Schmetterlinge, Hornissen, Schlangen, Tigerschnegel, Moschusböckerl, Mäuse, Wespen, Frösche, Nachbars Katze, Vögel, Maulwürfe, … tummeln sich bei mir. Und sie dürfen das. Ungeniert. Beinahe hemmungslos, was sie nie ausnutzen und zu meiner Freude!

Der Anfang:

Nachdem die Häuslbauer vom Häuslbauen etwas fix und fertig waren, lag die Gartengestaltung erst einmal brach. Andere Dinge waren wichtiger. Innenraumgestaltung. Faul sein dürfen. Verschiedenen Hobbys, die während der Bauphase zurückgestellt wurden, konnten wieder aktiviert werden. Mann ging fischen. Frau begrub sich unter einem Bücherberg, der durchaus auch Gartengestaltungsbücher barg.
Faul sein hat etwas für sich. Manchmal ist es auch gar nicht nötig den inneren Schweinehund zu besiegen, denn durch ein klitzekleines Maß an Faulheit (etwa 90 %) und einer Riesenportion an Übermut (etwa 10 %) wurde die Bienenwiese geschaffen.

Der Anlass:

Einmal nicht mähen müssen! Das war der Wunsch des Assistenz-Gärtners der bücherlesenden Gärtnerin in Zeiten, in denen von Rasenmäher-Robotern noch nicht viel gesprochen wurde (ja, ja, das liegt noch gar nicht so lange zurück, dass die erfunden wurden). Wir haben uns den Wunsch erfüllt, keinen Rasenmäher-Roboter bei uns ins Gras beißen lassen und dafür Blütenreichtum zugelassen. Das Ergebnis ist meine Bienenwiese, mit Hilfe der die Besitzer lernen, dass englischer Rasen nicht erstrebenswert und Gelassenheit im Umgang mit der Natur ein schönes Ziel ist.

Tipp:

Es müssen ja nicht gleich 100 Quadratmeter oder mehr sein, die zur Blühwiese werden sollen. Spart beim Rasenmähen einfach mal ein Fleckerl aus und holt euch für den Anfang Margeriten in die Wiese und Glockenblumen und Vergissmeinnicht und Kuckuckslichtnelken und Taubenkropf-Leimkraut und auch mal Löwenzahn. Vielleicht einfach in Form von Samenbomben, die sich Bienenschmaus, Sonnenblume, Gänseblümchen, Wiesenkräuter oder auch Wilde Wiese (was mir besonders gefällt) nennen. Warum auch nicht? Seid mutig! Lasst auch eure klitzekleine Portion Faulheit siegen!

Fotos vom Ausbringen der Samenbomben auf Astrids Bienenwiese

Fotos vom Ausbringen der Samenbomben auf Astrids Bienenwiese

Noch eine Bienenwiese

Ein weiterer Beitrag betrifft das Explodieren lassen der Samenbomben bei meiner Imkerin und meinem Imker. — Geteilte Freude ist doppelte Freude und daher wird die Wiese meiner Imkerin und meines Imkers, die immerhin etwa 100.000 Bienen ernähren soll, „aufgemascherlt“. „Aufgemascherlt“ bedeutet einfach, dass sie ein wenig bunter werden soll. Zuletzt haben die blühenden Weiden für volle Bienenbäuche gesorgt. Kriechender Günsel und Löwenzahn waren die nächsten Blüten, die die Bienen zum Fressen gernhatten und so soll es weitergehen. Deshalb durften Samenbomben in Wiese (und heimlich auch im Bauerngarten der Imkerin explodieren). Demnächst muss ich ihr dringend erzählen, dass die ausgesäten Wildkräuter und Sonnenblumen kein Unkraut sind. Nicht, dass sie irrtümlich…

Gruß aus OÖ, aus Reichraming, dem Tor zum Nationalpark Kalkalpen!
Astrid, Bienenwiese & 4betterdays, Bienen & Huhn

PS: Das Huhn wird mich hoffentlich nicht verraten, wenn es auch genau gesehen hat, wohin ich die Samenbomben geworfen habe. Pscht!

Bei Astrids Imkerin darf der zweite Satz Samenbomben zu einem Blumenmeer explodieren.

Bei Astrids Imkerin darf der zweite Satz Samenbomben zu einem Blumenmeer explodieren.

Fotos von Samenbomben, die bei Astrids Imkern explodieren dürfen.

Fotos von Samenbomben, die bei Astrids Imkern explodieren dürfen.

Bienen & Hühner freuen sich über die neue Bienenwiese.

Bienen & Hühner freuen sich über die neue Bienenwiese.

Ein großes Dankeschön geht raus an die liebe Astrid für ihren bienenstarken Einsatz und für ihren netten Blogbeitrag!